Das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®) ist ein Selbstmanagement-Training, das in den 1990er Jahren an der Universität Zürich entwickelt wurde. Es verbindet Verstand und Gefühl: Ziele sollen nicht nur rational sinnvoll sein, sondern auch emotional getragen werden. In vier Schritten führt es von der Situationsanalyse über ein Motto-Ziel und die Aktivierung eigener Ressourcen bis zur konkreten Handlungsplanung.
In einer Welt, die ständig komplexer und schneller wird, suchen viele Menschen nach Methoden, um ihre Ziele effektiver zu erreichen, persönlich zu wachsen und innere Balance zu finden. Das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®) bietet hierfür einen wissenschaftlich fundierten Ansatz.
Aber was genau ist das ZRM®, und wie funktioniert es?
Was ist das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®)?
Das ZRM® ist ein Selbstmanagement-Training, das in den 1990er Jahren an der Universität Zürich von Maja Storch und Frank Krause entwickelt wurde. Es basiert auf psychologischen und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und soll Menschen dabei unterstützen, ihre persönlichen Ziele mit Freude und nachhaltiger Motivation zu verfolgen.
Der Ansatz ist einzigartig, weil er bewusst sowohl kognitive als auch emotionale Prozesse einbezieht. So erscheinen Ziele nicht nur rational sinnvoll, sondern werden auch emotional getragen. Das ist ein Schlüssel zur langfristigen Umsetzung.
Die vier Kernprinzipien des ZRM®
Das Zürcher Ressourcen Modell stützt sich auf mehrere zentrale Prinzipien:
- Ressourcenorientierung
Im Fokus stehen nicht die Defizite oder Probleme, sondern die Stärken und Potenziale einer Person.
- Ganzheitlichkeit
Das Modell bezieht den Körper, die Gefühle und den Verstand gleichermaßen in den Prozess ein.
- Selbststeuerung
Teilnehmende lernen, eigenverantwortlich und aktiv an ihren Zielen zu arbeiten.
- Affektlogik
Emotionen spielen eine zentrale Rolle bei der Entscheidungsfindung und der Verfolgung von Zielen.
Positive Gefühle helfen, die Motivation aufrechtzuerhalten.
Wie läuft der ZRM®-Prozess ab?
Das ZRM® folgt einem klar strukturierten Prozess, der in mehrere Schritte unterteilt ist.
- Situationsanalyse
Zu Beginn analysieren die Teilnehmenden ihre aktuelle Situation und identifizieren persönliche Bedürfnisse sowie unbewusste Motive. Hierbei spielt das sogenannte „Somatische Markergefühl“ eine wichtige Rolle: ein Bauchgefühl, das Hinweise darauf gibt, welche Ziele sich wirklich stimmig anfühlen.
- Motto-Ziel-Formulierung
Anders als klassische SMART-Ziele sind Motto-Ziele emotional ansprechend und positiv formuliert.
- Ressourcenaktivierung
Mithilfe verschiedener Übungen, wie dem Arbeiten mit Bildern oder der Nutzung von Ressourcen aus der Vergangenheit, werden innere Stärken aktiviert, die zur Zielerreichung beitragen.
- Handlungsplanung
Im letzten Schritt werden konkrete Maßnahmen und Strategien entwickelt, um das Motto-Ziel im Alltag umzusetzen. Hierbei kommen sogenannte „Wenn-dann-Pläne“ zum Einsatz, die helfen, Hürden zu überwinden.
Ein Motto-Ziel könnte lauten: „Ich gehe mit Leichtigkeit und Gelassenheit durch meinen Alltag.“
Warum ist das ZRM® so wirksam?
Das Zürcher Ressourcen Modell unterscheidet sich von vielen anderen Selbstmanagement-Ansätzen, weil es die Bedeutung von Emotionen in der Zielsetzung und Zielverfolgung betont. Studien zeigen, dass Menschen erfolgreicher sind, wenn sie Ziele verfolgen, die mit positiven Gefühlen verbunden sind. Das ZRM® hilft, solche Ziele zu identifizieren und die notwendigen Ressourcen zu mobilisieren.
Darüber hinaus ist der Ansatz praxisorientiert und leicht in den Alltag integrierbar. Die Methode kann sowohl individuell als auch in Gruppen angewendet werden und eignet sich für zahlreiche Bereiche:
- berufliche Herausforderungen
- persönliche Weiterentwicklung
- Coaching und Weiterbildung
- der private Bereich
Fazit
Das Zürcher Ressourcen Modell ist weit mehr als ein Werkzeug zur Zielerreichung. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Menschen dazu inspiriert, sich selbst besser zu verstehen, ihre Stärken zu nutzen und mit Freude und Leichtigkeit die eigenen Lebensziele zu verfolgen.
Ob im Coaching, in der Weiterbildung oder im privaten Bereich: Das ZRM® ist eine bereichernde Methode für alle, die aktiv an ihrer persönlichen Entwicklung arbeiten möchten.
Mit dem ZRM® an den eigenen Zielen arbeiten? Ein unverbindliches Erstgespräch ist der erste Schritt.
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Was ist das Zürcher Ressourcen Modell?
Ein Selbstmanagement-Training, das in den 1990er Jahren an der Universität Zürich von Maja Storch und Frank Krause entwickelt wurde. Es basiert auf psychologischen und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und bezieht kognitive wie emotionale Prozesse ein.
Was ist ein Motto-Ziel?
Anders als klassische SMART-Ziele sind Motto-Ziele emotional ansprechend und positiv formuliert, zum Beispiel: „Ich gehe mit Leichtigkeit und Gelassenheit durch meinen Alltag.“
Welche Rolle spielt das Bauchgefühl?
In der Situationsanalyse spielt das sogenannte „Somatische Markergefühl“ eine wichtige Rolle: ein Bauchgefühl, das Hinweise darauf gibt, welche Ziele sich wirklich stimmig anfühlen.
Für wen eignet sich das ZRM®?
Die Methode kann individuell und in Gruppen angewendet werden und eignet sich für zahlreiche Bereiche, von beruflichen Herausforderungen bis zur persönlichen Weiterentwicklung, im Coaching, in der Weiterbildung oder im privaten Bereich.
Büchervorschläge

Ich fühle, was ich will: Wie Sie Ihre Gefühle besser wahrnehmen und selbstbestimmt steuern

Ressourcenorientiertes Einzelcoaching nach ZRM®: Theoretische Grundlagen für die Arbeit mit dem Zürcher Ressourcen Modell ZRM®

Selbstmanagement – ressourcenorientiert: Theoretische Grundlagen und Trainingsmanual für die Arbeit mit dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®)
Quellen & weiterführende Literatur
- Storch, M. & Krause, F.: Selbstmanagement – ressourcenorientiert. Grundlagen und Trainingsmanual für die Arbeit mit dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM). Hogrefe.
- Ich fühle, was ich will: Wie Sie Ihre Gefühle besser wahrnehmen und selbstbestimmt steuern (siehe Büchervorschläge).
- Ressourcenorientiertes Einzelcoaching nach ZRM®: Theoretische Grundlagen für die Arbeit mit dem Zürcher Ressourcen Modell ZRM® (siehe Büchervorschläge).
- Grawe, K. (2004): Neuropsychotherapie. Hogrefe. (psychologische Grundbedürfnisse)